Freispiel

Das Freispiel ist die kindgerechte Form des Lernens. Freispiel nennen wir das Spiel in dem sich das Kind frei nach dem, wie es sich gerade fühlt, nach seinem Entwicklungsstand und seinem Interesse, mit dem bereitgestellten Material im Gruppenraum, in den verschiedenen Spielbereichen (Flur, Kassettenzimmer...) und im Garten beschäftigen darf. (spielen in der Puppenecke, Verkleidungsecke, Sinnesecke, Lego- und Bauecke, basteln am Basteltisch, kneten in der Knetecke, spielen in den Sinneskartons...).

 

Im Freispiel sucht sich das Kind das Spielmaterial und den Spielpartner selbst aus, es setzt sich selbst seine Ziele und Spielaufgaben und bestimmt von sich aus den Verlauf und die Dauer eines Spiels. Die Kinder dürfen auch einfach einmal „nichts tun“, denn selbst dabei, nehmen sie mit ihren Sinnen wahr und lernen vom Spiel der anderen. Oder sie ziehen sich für eine Weile zurück, weil sie eine Ruhephase brauchen. 

Die Aufgabe des pädagogischen Personals im Freispiel ist die Beobachtung, um die Bedürfnisse der Kinder zu erkennen und um ihnen neue Anregungen geben zu können. Außerdem bietet das Freispiel die einmalige Möglichkeit, die Kinder individuell zu fördern. Das pädagogische Personal gibt den Kindern Hilfestellungen und fördert sie gezielt, je nach Situation und Entwicklungsstand des Kindes. Die Beobachtung während des Freispiels stellt die Grundlage dar, zur Beurteilung des Entwicklungsstandes und der sozialen Reife des Kindes, ferner ist sie Basis für Elterngespräche.